Gibt es Vorschriften oder Empfehlungen für die Verwendung von Ladungssicherungsnetzen?

Der folgende Artikel behandelt die rechtlichen Bestimmungen sowie eine Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten und Arten von Ladungssicherungsnetzen.

Nach §22 und §23 der Straßenverkehrsordnung gilt, dass sämtliche Ladungen, Geräte, Gepäck und Ladeeinrichtungen verkehrssicher zu verstauen sind. Bereits bei kurzen Transportwegen können durch das Einwirken physikalischer Kräfte auf die Ladung Situationen vorkommen, in denen eine Ladungssicherung nach entsprechenden Regeln erforderlich ist, um eine Personengefährdung auszuschließen. Reibungskraft, Fliehkraft und Gewichtskraft treten vor allem beim Bremsen und Anfahren, bei Kurven und Ausweichmanövern, sowie bei Glatteis auf. Eine mechanische Beanspruchung der Ladung durch Fall, Schub, Druck oder Stoß kann bei nicht-lückenloser Verstauung durch den Einsatz von Ladungssicherungsnetzen verhindert werden. Das Gut wird in diesem Fall durch Verzurren gesichert.

Diese Vorschriften richten sich nicht nur an den Fahrer oder Halter des Fahrzeugs, sondern an jeden, der das Fahrzeug unter eigener Verantwortung belädt.
Im Handelsgesetzbuch ist unter §412 vermerkt, wer bei Kaufleuten für die Verladung zuständig und wer verantwortlich ist. Der Verlader hat das Gut beförderungssicher zu laden, zu stauen und zu befestigen. Der Frachtführer hat für die betriebssichere Verladung zu sorgen. Er ist verantwortlich für ein geeignetes Fahrzeug, muss die vorgeschriebenen Achslasten, Gewichte und Abmessungen und die Lastverteilung beachten.

Was ist nun ein Ladungssicherungsnetz? Es handelt sich dabei um Hilfsmittel zur Sicherung des Transportguts. Sie kommen in verschiedenen Bereichen der Ladungssicherung zum Einsatz und werden in den unterschiedlichen Formaten, Formen, Farben und Materialien hergestellt. Dieses Hilfsmittel ist vor allem kostengünstig, einfach in der Anwendung und dient einer effektiven Sicherung der zu transportierenden Ware. Es zeugt von langer Haltbarkeit, ist widerstandsfähig, zeigt gute Festigkeit bei Reibungen und das Gewebe passt sich dem Transportgut gut an. Dadurch lässt sich eine optimale Sicherung des Guts erzielen.

Sie sind besonders geeignet zum Verladen von Schüttgut, Kisten, losem, zerbrechlichen Gute, Holz oder Pakete.
Die Netze werden über das komplette Ladegut als Abdeckung gespannt. Eine vordere oder seitliche Sicherung der Ware am Boden ist möglich.

Die Sicherung kann in Containern, auf der Ladefläche des LKW, Kraftfahrzeugen, Sonderbehältern oder Anhängern erfolgen. Je nach Einsatzbereich gibt es verschiedene Anfertigungsarten von Netzen, beispielsweise Container-, Abdeck- oder Anhängernetze.. Selbst bei Kurier-Express-Paketdiensten werden Ladungssicherungsnetze verwendet. Normale Zurrgurte würden hier unmöglich sein, da die Sicherungsnetze zum Niederzurren oder um den Laderaum abzutrennen geeigneter sind.

Die Netze gibt es in verschiedenen Materialien, PE = Polyester, PP= Polypropylen (Kunstfaser), Hanf oder wasserdichtes Material spielen dabei eine Rolle. Auch die Kordelstärke und Maschenweite der Seile sind wichtig. Die Kennzeichnung und Farbe sind grün, blau, rot oder schwarz. Um einen Diebstahl vorzubeugen, ist es möglich, den Namen des Eigentümers aufzudrucken. Die Kennzeichnung ‚GS‘ für Geprüfte Sicherheit ist wichtig, um zu erkennen, ob das Netz den starken Belastungen für die Sicherheit gegeben sind.

Anforderungen an hochwertige Ladungssicherungsnetze

Ein Ladungssicherheitsnetz ist auf keinen Fall mit einer einfachen Sicherheitsplane vergleichbar. Diese ermöglicht nur eine Abdeckung von offenen Ladeflächen auf Pritschenfahrzeugen oder Containern und stellt keine Sicherungslösung dar.

Ein hochwertiges Ladungssicherungsnetz ermöglicht einen gefahrenfreien Transport von sperriger und unhandlicher Ladung auf den verschiedensten Fahrzeugtypen. Durch ein festes Niederzurren der Ladung wird die notwendige Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet. Ladungssicherungsnetze sind in verschiedenen Abmessungen und Qualitäten erhältlich.

Hochwertige Ladungssicherungsnetze eignen sich auch zur Laderaumabtrennung und zu einer rückwärtigen Ladungssicherung in Kleintransportern, kleinen Lieferwagen oder Pkw-Kombi. Durch die Benutzung eines Ladungssicherheitsnetzes lassen sich auch in diesen Fahrzeugtypen die vorhandenen Zurrpunkte zum Sichern von unterschiedlichsten Ladungen, zum Beispiel: Paketen, Paletten oder Stückgut, optimal zur Ladungssicherung nutzen.

Ladungssicherheitsnetze ermöglichen die schnelle und zuverlässige Sicherung von Ladungen aller Art. Hochwertige Ladungssicherheitsnetze werden den gültigen GS-Prüfungen unterzogen und dürfen bei Erfüllung aller vorgeschriebenen Normen danach das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) tragen. Dieses Gütesiegel bedeutet, dass sich mit dem Ladesicherungsnetz kleine und große Güter auf der Ladefläche fest und rutschsicher verzurren lassen. Kunden können an Hand dieses Prüfsiegels sofort erkenn, ob das Ladungssicherungsnetz die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt.

In einer Zusatzverordnung zur Überprüfung von Ladungssicherungsnetzen wird festgelegt, dass Ladungssicherungsnetze so verarbeitet werden müssen, das die Ladung auch in extremen Verkehrssituationen nicht in Bewegung geraten darf. Das wird erreicht, in dem das Ladungssicherungsnetz mit zusätzlichen Triangel- und Karabinerhaken ausgestattet wird. Zurrösen und Deltabügel bieten zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten und durch deren Benutzung können auch zwei Ladungssicherungsnetze miteinander verbunden werden. Gleichzeitig muss das Material, aus denen die Ladungssicherungsnetze hergestellt werden, besonders haltbar und auch in Extremsituationen reißfest sein. Eine sehr hohe Flexibilität der Ladungssicherungsnetze wird durch die Verwendung von Polyestermaterialen erreicht.

Die sicherheitstechnische Überprüfung der Ladungssicherungsnetze erfolgt auch im Bereich der verarbeiteten Gurtbandgewebe, Nähte und Schlaufen. Selbst die einzelnen Nahtbilder müssen in der Anzahl der Stiche und deren Abmessungen mit den Angaben des Herstellers übereinstimmen. Es dürfen keine sichtbaren scharfen Kanten, Quetsch- oder Scherstellen vorhanden sein.

Die Anforderungen an hochwertige Ladungssicherungsnetze sind sehr streng, deshalb wurden diese Richtlinien den gültigen europäischen Normen angepasst und gelten nicht nur in Deutschland, sondern in den gesamten Staaten der Europäischen Union.

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Eigenschaften von hochwertigen Ladungssicherungsnetzen

Ladungssicherungsnetze- was müssen sie können und wie sollten sie beschaffen sein, um unterschiedliche Ladung optimal sichern zu können? Ein Ladungssicherungsnetz findet man dort, wo es darum geht, eine bestimmte Ladung zu sichern, sei es gegen Abrutschen, gegen Wegfliegen oder gegen Herausfallen.

So sind Ladungssicherungsnetze auf Anhängern, auf Aufliegern oder auch auf Pritschen oder anderen Bau- oder Gartenbaufahrzeugen. Sie lassen sich schnell anbringen und mit ein paar Handgriffen wieder entfernen. Diese Art Sicherungsnetze sind üblicherweise aus PP- Netzgewebe, in verschiedenen Stärken und Maschengrößen verwebt und in verschiedenen Größen erhältlich. So lassen sich die Netze den unterschiedlichen Ansprüchen entsprechend einsetzen und bieten den auf das Ladegut angepassten Schutz.

Die Netze sind frostsicher, hagelbeständig, witterungsbeständig und sind auch unter extremen Wetterverhältnissen einsetzbar. Hochwertige Ladungssicherungsnetze verfügen über eine lange Lebensdauer, da sie robust und reiß fest sind und sie bei einem stets sachgemäßen Einsatz nicht verschleißen. Wird solch ein Ladungssicherungsnetz nicht gebraucht, kann es Platz sparend verpackt und verstaut werden, da es sich zu relativ kleinen Bündeln zusammenfalten lässt. Die Befestigung am Fahrzeug bzw. dem Anhänger erfolgt durch ein spezielles Gurtsystem. Gegebenenfalls kann das Netz auch durch Expanderseile elastisch befestigt werden.

Üblicherweise ist ein Ladungssicherungsnetz grün, da es bevorzugt im Garten- und Baubereich eingesetzt und benutzt wird. Möchte man sich zum ersten Mal ein Ladungssicherungsnetz anschaffen, sollte man sich im Fachhandel ausführlich beraten lassen und auch die richtige Verspannung und Vergurtung zeigen lassen, um das zu transportierende Gut stets entsprechend seiner Eigenschaften mit dem Netz sichern zu können. Selbstverständlich sind diese Art Netze auch in diversen online Shops zu erwerben, jedoch muss dort auf die Hinweise zum sachgemäßen Gebrauch zu Gunsten von niedrigeren Preisen verzichtet werden.

Auch Ladungssicherungsnetze und Zurrnetze sind mit einem GS Zeichen versehen, wenn sie aus qualitativ hochwertiger und geprüfter Herstellung stammen – ein weiteres Zeichen dafür, dass sich mit den Ladungssicherungsnetzen verschiedene Güter sicher transportieren lassen.

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Wirtschaftlicher Schaden durch falsche Sicherungsnetze

Wer ein Transportunternehmen führt, der weiß um die Komplexität, die man in der Kalkulation berücksichtigen muss. Da sind zum einen die Kosten, die als Fixkosten für die Fahrzeuge anfallen und dann eben auch die Transportkosten selbst.

Hier muss man die Verbrauchs- und Abnutzungskosten einkalkulieren und natürlich auch die obligatorische Transportversicherung. Was man ebenfalls in die Kalkulation mit einbeziehen sollte, sind die neuen Anforderungen, die man in Bezug auf die Ladungssicherung erfüllen muss. Schließlich muss der Transportunternehmer alle seine eingesetzten Fahrzeuge auch mit den geeigneten Hilfsmitteln ausrüsten, die für eine ordnungsgemäße und effektive Ladungssicherung erforderlich sind. Da sollte man aus Unternehmersicht nicht unbedingt auf die Kosten schauen, sondern eher auf die Qualität.

Unbestritten ist, dass der Transportunternehmer für Transportschäden jeder Art eine entsprechende Versicherung hat und diese die anfallenden Schäden in der Regel auch reguliert. Es ist aber genauso unbestritten, dass eine Versicherung jede Chance ergreift, die sie von der Leistungspflicht befreien könnte. So kommt der Ladungssicherung eine noch viel größere Bedeutung zu, denn gerade in diesem Bereich werden heute noch die meisten Fehler begangen und vor allen Dingen oftmals ungeeignete Hilfsmittel eingesetzt. Das kann mitunter zu sehr verheerenden Folgen führen, die sich dann auch finanziell auswirken können. Dabei muss es noch nicht einmal um Schäden durch einen Unfall gehen. Auch Transportschäden, die nach einer Vollbremsung oder einem Ausweichfahrmanöver entstehen können, erreichen oft Kosten, die nicht unerheblich sind. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die transportierte Ware besonders hochwertig und empfindlich ist.

Dabei kann man Ladungssicherung in mehrfacher Weise mangelhaft durchführen. So liegt eine mangelhafte Ladungssicherung vor, wenn man zur Sicherung ungeeignete und nicht zugelassene Hilfsmittel verwendet. So etwas kommt sehr häufig bei der Verwendung von Antirutschmatten vor. Hier werden oftmals einfache Baumatten eingesetzt die den hohen Anforderungen, die in den VDI 2700 für Ladungssicherung aufgeführt sind, bei Weitem nicht gerecht werden. Auch bei den Zurrgurten gibt es klare Vorgaben, welche Kriterien diese erfüllen müssen. Bei diesen Gurten, die schließlich auch extremen Belastungen standhalten müssen, reicht es schon aus, wenn das Etikett nicht mehr vorhanden ist oder nicht mehr gelesen werden kann. Ein solcher Gurt muss aus dem Verkehr gezogen werden, auch wenn er keinerlei Beschädigung aufweist. Wenn man an die Folgen denkt, die durch mangelhafte Ladungssicherung eintreten können, dann macht es durchaus Sinn, dass man gerade in diesem Bereich äußerst strenge und hohe Maßstäbe ansetzt. Wer sich also an diese Vorgaben hält, der wird den wirtschaftlichen Schaden, der bei falscher oder mangelhafter Ladungssicherung aufkommen würde, sicher vermeiden können.

Tipps für unfallfreies Fahren dank richtiger Ladungssicherung

zurrgurteBei der Ladungssicherung für ein unfallfreies Fahren sollten immer einige wichtige Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden, damit die Ladung sicher befördert werden kann. Grundsätzlich werden bei der Ladungssicherung zwei Arten von Sicherungsmaßnahmen unterschieden:

Das Direktzurren und das Niederzurren, wobei das Niederzurren die am Häufigsten vorkommende Sicherungsart ist!

Darunter versteht man das kraftschlüssige Pressen der Ladung auf die Ladefläche durch die Zurrmittel. Somit wird die “Mikroverzahnung” zwischen Ladung und Ladefläche erhöht welche auch mit einer Erhöhung der Reibung einhergeht! Diese große Reibungskraft hält somit die Ladung auf der beladenen Fläche fest.

Im Gegensatz zum Direktzurren wird bei dem Niederzurren das Zurrmittel direkt über die Ladung gespannt und auf beiden Seiten der Ladung an der Ladefläche eingehängt. Zusätzlich werden die Zurrgurte meistens mit einem Spannelement wie etwa einer Ratsche auf einer Seite der Ladung angespannt. Somit wird auf die Ladung eine Kraft ausgeübt, die als Vorspannkraft bezeichnet wird. Diese über die Zurrmittel ausgeübte Kraft sichert letztlich die Haftung der Ladung auf der Ladefläche und verhindert das Verrutschen. Es gibt Richtlinien, die eine Berechnung der Vorspannkraft für die Sicherung der Ladung nach der Niederzurren-Methode vorsehen. Für ein unfallfreies Fahren sollte man diese Methoden der Ladungssicherung beherzigen!

Eine weitere Methode der Ladungssicherung stellt das Direktzurren dar. Sie unterscheidet sich ganz elementar von der Sicherungsart des Niederzurrens, wobei hierbei die Vorspannkraft keine Rolle spielt und es sich um eine formschlüssige Sicherung handelt. Die Ladung wird gesichert, indem die Zurrmittel seitlich der Ladung leicht angespannt werden. Sie greifen an den Zurrpunkten an der Ladung an und setzen an den Zurrpunkten auf der Ladefläche ab. Die Ladung wird somit in Position gehalten und die Wirkung der von diesen Zurrmitteln ausgehenden Kraft macht sich erst dann bemerkbar, wenn das Ladungsgut sich bewegen würde. Neben Zurmitteln wie Zurrgurte gibt es noch viele weitere Hilfsmittel wie eine Kanisterhalterung, die bei der Ladungssicherung helfen.

Bei dieser Methode der Ladungssicherung kann zwischen dem Diagonalzurren und Schrägzurren differenziert werden. Weiterhin zählt zu der Sicherungsart des Direktzurrens das Kopflasching und das Buchtlasching.

Je nach Ladungsgut müssen verschiedene Berechnungen durchgeführt werden, um die Ladung fachmännisch gegen die Kräfte, die bei der Bremsung, der Kurvenfahrt oder aber der Beschleunigung entstehen, abzusichern.

Eine der beiden Sicherungsarten sollte bei der Ladungssicherung immer Anwendung finden, abhängig vom Ladungsgut und der zu bespannenden Ladungsfläche. Somit ist stets ein unfallfreies Fahren gewährleistet!

Was muss eine Antirutschmatte leisten können?

Antirutschmatten

Bei einer Vollbremsung, einem Ausweichmanöver oder unebener Fahrbahn, muss die Fracht in einem Fahrzeug sicher und fest angebracht sein.

Antirutschmatten bieten diese Funktion und gehören deshalb in jedem professionellen Transportunternehmen dazu. Sie reduzieren die Gesamtvorspannkräfte und sorgen zusammen mit den Zurrgurten dafür, dass die Lasten eine geschlossene Einheit mit dem Lagerraum bilden. Antirutschmatten sind reibungserhöhende Unterlagen, die die Bewegung einer Last beim Transport verhindern sollen.

Sie bestehen aus gebundenem Gummigranulat und verhindern Schäden an den zu transportierenden Gegenständen und an dem Fahrzeug. Antirutschmatten erhöhen die Sicherheit beim Straßen-, Schienen-, Wasser- und Luftverkehr. Ihre optimale Antirutschsicherheit erreichen sie jedoch nur, wenn die Kontaktstelle von Ladung zu Boden im zu beladende Raum vorher besenrein, sauber und fettfrei ist. Ihre Anbringzeit geht schnell und nimmt somit keine unnötige Zeit in Anspruch, desweitern ist das Material sehr robust und hat eine höhere Lebensdauer als andere Materialien. Eine weitere Funktion neben der Antirutschfähigkeit ist eine hohe Druckfestigkeit. Außerdem sind die Matten in der Lage sensible Frachten und Materialien, druckverteilend und niveauausgleichend, sowie dämpfungs- und stoßsorbierend zu sichern.

Die rechtlichen Vorschriften sehen im Überblick so aus:

Bei dem Absender: Für die beförderungssichere Verladung ist nach § 412 HGB der Absender verantwortlich.
Der Fahrzeughalter: Nach § 31 StVZO ist der Fahrzeughalter für die Ausrüstung des Fahrzeuges verantwortlich.
Der Frachtführer: Für die betriebssichere Verladung ist der Fahrzeugführer nach § 412 HGB verantwortlich.
Fahrer/Verlader: Zur Sicherung der Ladung sind der Verlader und der Fahrer nach § 22 StVO verpflichtet.

Werden diese Vorschriften nicht eingehalten, können den zuständigen Personen folgende Konsequenzen drohen:

Bei routinemäßigen Verkehrskontrollen, kann eine Weiterfahrt, bis zur ordnungsgemäßen Sicherung verboten werden. Außerdem können ein Bußgeld und drei Punkte in Flensburg drohen. Bei einem Verkehrsunfall durch mangelhafter, gesicherter Ladung und einem verursachten Sachschaden, drohen ebenfalls ein Bußgeld und drei Punkte in Flensburg. Wurden allerdings Personen verletzt oder getötet wird eine Strafanzeige gemacht mit den Folgen einer Geld- oder Freiheitsstrafe.

Transportschäden – Ursache: Mangelhafte Ladungssicherung

ladungssicherungLandungssicherung ist eines der Hauptthemen in der Logistik, dem vielfach viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Unprofessionelle Speditionen gehen oft zu sorglos mit der fachgerechten Sicherung der Transportgüter um, da sie vergessen wie viele unvorhersehbare Situationen im Straßenverkehr entstehen können.

Dies birgt nicht nur einerseits ein enormes Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer, sondern ist genauso ärgerlich für Kunden als auch Spediteure, die den entstandenen Schaden begleichen müssen. Somit wird deutlich, dass eine ordnungsgemäße und fachgerechte Ladungssicherung im Transportwesen unerlässlich ist, um eine ausreichende Verlässlichkeit für den Kunden und Sicherheit zu gewährleisten.

Es gibt zwei Punkte die zu beachten sind um eine Ware sicher zu transportieren:

Positionierung der Ladung

Oftmals werden aus Platzgründen Paletten übereinander gestapelt, schräg oder mit zu viel Abstand zu den Container- bzw. Bordwänden oder gar einzelne Warenpakete lose aufgeladen. Es ist besser Paletten nebeneinander zu positionieren, wenn noch ausreichen Platz vorhanden ist. Ansonsten könnten ganze Warentürme während des Transports kippen. Wenn die Ware schräg geladen wird, z.B. in einem freien Spalt, sind Transportschäden praktisch vorprogrammiert. Wird die Ware mit zu viel Abstand zu den Bordwänden geladen, so kann es ebenfalls zum Kippen ganzer Türme kommen, die je nach dem sogar Dominoeffekte auslösen. Dies hätte zur Folge, dass viel größere Teile der Ladung beschädigt wären.

Es ist besonders gefährlich Waren am Heck des Laderaumes hoch aufzutürmen oder gar lose zu stapeln, da die Transportmittel vielmals ein halboffenes Heck oder nur planen-verkleidete Wände besitzen, sodass unter Umständen Teile der Ladung den Laderaum verlassen könnten. Dies birgt ein enormes Unfallrisiko für nachfolgende Fahrzeuge. Sollte die Ware überhaupt nicht gestapelt, sondern wahrlos hinein geworfen worden sein, treten natürlich Schäden am Transportgut auf. Andererseits muss natürlich darauf geachtet werden, das Gewicht gleichmäßig über die Achsen zu verteilen und vor allem die einzelnen Achslasten nicht zu überschreiten.

Vergurtung der Ladung

Ebenso wichtig wie die Positionierung ist die Verzurrung, Verpackung und Fixierung der Ladung. Jede Ladung sollte mit Antirutschmatten gesichert werden. Zusätzlich ist es unbedingt nötig Zurrgurte gegen das Wegrutschen zu verwenden. Diese werden meistens an dafür vorgesehenen Ösen im Boden oder an den Wänden befestigt und fest gespannt. Zusätzlich kann man mit Klemmbrettern und Holzriegeln ein Verrutschen der Ware verhindern. Gefahrgut wie auch Kleinteile sollten fachgerecht verpackt werden. Generell gilt es Transportgüter gegen Stöße etc. mit dafür vorgesehenen Polstern (z.B. Luftfolie) zu versehen.

Zuletzt ist zu, dass ein zu aggressiver Fahrstil nicht förderlich für einen schadenfreien Transport ist. Wenn die genannten Möglichkeiten der Ladungssicherung angewendet werden, kann das Schadensrisiko enorm gesenkt werden.

Wann sind Ladungssicherungsnetze notwendig?

Mit Ladungssicherungsnetzen – keine Gefahr durch ungesicherten Gütertransport

Das enorme angestiegene Volumen des Güterverkehrs rückt das seit jeher brisante Themenfeld Ladungs- und Transportsicherung erneut in den Vordergrund. Transporte mit mangender Sicherung der Ladung kosten die Versicherungsgesellschaften jährlich Millionenbeträge.

Weltweit entsteht der Volkswirtschaft durch ungesicherte oder mangelhaft gesicherte Frachtgüter ein Schaden von ca. 4 Milliarden Euro (Quelle: GDV-Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft). Dabei gibt es mit den Ladungssicherungsnetzen schnell und einfach einzusetzende Hilfsmittel, um dem Verrutschen der Ladung vorzubeugen. Bei einem GS-gepüften Ladungssicherungsnetz kann der Anwender davon ausgehen, dass es auch den hohen Anforderungen an die Transportsicherheit gerecht wird. Die vielseitig einsetzbaren Ladungssicherungsnetze in verschiedenen Größen und Maschengrößen, eignen sich für die Sicherung von Stückgütern (offene Container, Anhänger) und Palettenware. In immer mehr Industriezweigen (z.B.Papierindustrie, Baustoffindustrie) und Dienstleistungsbranchen verringern die Ladungssicherungsnetze die Gefährdung und das wirtschaftliche Risiko.

Vorbeugende Ladungssicherung trotz Zeitdruck

Ladungssicherungsnetze bestehen meist aus flexiblen Polypropylen-Kunstfasernetzen mit hoher Reißfestigkeit und UV-Stabilität. Meist besitzen sie eine Randverstärkung und weitere Zubehörteile, wie z.B. Expanderhaken zur Ladungssicherung. Gurtband-Ladungssicherungssysteme eignen sich z.B. zum Abdecken von beladenen Anhängern. Die Ladungssicherungsnetze fungieren als Abdeckschutz der Ladung und werden über die Ecken gezogen und in Zurrpunkten befestigt. In Verbindung mit Sperrstangen (Teleskopstangen) werden sie mittels senkrechter Montage zum Raumteiler im Fahrzeug. Dem hohem Zeitdruck im Transportwesen kommen die Ladesicherungsnetze mit ihrer schnellen und unkomplizierten Handhabung entgegen. Eine neue Entwicklung von Netzen mit Rückholautomatik macht den Einsatz der Sicherheitsmaßnahme noch zeitsparender. Das Ladungssicherungsnetz, z.B. am Laderaumdach eines Kleintransporters, kann mittels dehnbarer Gummibänder und Umlenkrollen bei Bedarf zurück gerollt werden.

Richtlinien für die Ladungssicherung (VDI 2007 Handbuch)

Ladungssicherungssysteme spielen nicht nur im Straßenverkehr sondern auch im Seegüterverkehr (Binnenschifffahrt) und allen gewerblichen Transporten von Frachtgütern eine bedeutende Rolle. Mit Ladungssicherungsnetzen werden nicht nur Kisten, Kartons und andere kostbare Frachtgüter in Position gehalten, sondern auch offene Container mit Bauschutt (z.B. mit Schuttmulden Abdecknetz) sowie die Ladung landwirtschaftlicher Anhänger sicher abgedeckt. Für die Straßenverkehrssicherheit gilt oberste Priorität, dem die gesetzlichen Bestimmungen der Straßenverkehrsordung (StVO) Rechnung tragen. Auf diesen Festlegungen basieren die VDI Richtlinien 2700ff. , erläutert im VDI 2700 Handbuch der Ladungssicherung des Vereins Deutscher Ingenieure. Unter anderem sind dort auch die Ladungssicherungsnetze als eine konstruktive Variante zur Fixierung der Ladung beschrieben.

Verantwortung im gewerblichen Gütertransport

Unternehmer des gewerblichen Güterverkehrs sind in der Verantwortung, eine bedrohliche Beladungssituation zu vermeiden und die Transportsicherheit zu gewährleisten. Lose in die Laderäume der Fahrzeuge eingebrachte Ladung, kann bei abrupten Reaktionen im Straßenverkehr (Vollbremsung, Ausweichmanöver) zur Gefährdung des Fahrers und der Verkehrsteilnehmer führen, was täglich tragische Unfälle zur Folge hat. Die Statistik des Polizeipräsiums Westhessens zeigt, dass immer mehr LKW-Unfälle auf fehlender Ladungssicherung basieren. Um dies zu vermeiden, sind die langlebigen, schnell zu positionierenden Ladesicherungsnetzen eine zeitgemäße Maßnahme der Transportlogistik, die Verantwortlichkeit, Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit kombiniert.

Kantenschutz und Sicherungsnetze und Containerplanen

Einsatzmöglichkeiten von Ladungssicherungsnetzen im Straßenverkehr

Wenn man von Ladungssicherung spricht, dann denken die meisten Menschen nur an Lkw und die darin zum Transport aufbewahrte Ladung. Doch Ladungssicherung fängt auch schon im kleinen Bereich an.

So ist sie durchaus auch ein Thema für jeden normalen Bürger, der sich mit seinem Pkw zum Beispiel auf Urlaubsreise begibt. Oft ist es so, dass die für den Urlaub benötigten Gepäckstücke einfach nur in den Kofferraum des Fahrzeugs verstaut werden. An Ladungssicherung denkt in diesem Moment niemand. Dabei ist gerade hier ein großer Gefahrenpunkt, der von vielen unterschätzt wird. Das gilt insbesondere für die sogenannten Raumwunder unter den Pkw – die Vans und Mini-Vans. Hier können die zumeist losen Gepäckstücke im Falle einer Vollbremsung durch den gesamten Innenraum bis nach vorne zum Fahrer gelangen. Dabei wäre es so einfach, wenn man nur ein Ladungssicherungsnetz verwenden würde.

So ein Ladungssicherungsnetz wird in der Regel aus einem flexiblen und extrem reißfesten Kunststoffgewebe gefertigt und kann gerade im kleinen Bereich – beim Pkw – zum Niederzurren eingesetzt werden aber auch den Innenraum sowohl nach vorne wie auch nach hinten abgrenzen und absichern. Mit einer solchen Sicherungseinrichtung ausgerüstet, kann man ganz beruhigt seine Reise in den Urlaub antreten. Man muss nur darauf achten, dass man das Sicherungsnetz auch richtig einsetzt und befestigt, damit ein effektiver Schutz gewährleistet werden kann.

Was im privaten Bereich nützlich ist, kann aber für den gewerblichen Bereich nicht schlecht sein. So gibt es natürlich auch für den täglichen Einsatz in Fahrzeugen des Transportgewerbes die passenden Netze für die Ladungssicherung. Häufig finden diese Netze bei Paketdiensten Anwendung. Hier werden in der Regel lose Kartons transportiert, die nicht so einfach mit einem Gurt oder mit Antirutschmatten gesichert werden können. Genau für solche besonderen Fälle wurden eben jene Netze entwickelt, damit man auch eine solche Ladung effektiv sichern kann und eine Gefährdung anderer weitestgehend vermieden wird.

Doch ein Ladungssicherungsnetz findet auch in großen Lkw Verwendung. Auch hier sind oft die Paketdienste die Nutznießer, da sie die einzelnen Sendungen von einem Umschlaglager zum anderen transportieren müssen. Auch bei der Beladung von Seecontainern, die dann mit einem Lkw bis zum Hafen transportiert werden, kommen zur Sicherung der Ladung im Container entsprechende Netze zum Einsatz. Wenn man Netze mit besonders kleinen Maschen nutzt, dann kann man diese zur Abdeckung von offenen Ladeflächen verwenden. So wird die auf der Ladefläche befindliche Ladung während der Fahrt davon abgehalten, sich ungewollt auf der Straße zu verteilen. Auch wird fremden Personen so der Zugriff auf die Ladefläche erschwert und so wird auch in dieser Hinsicht ein Schutz gewährleistet.

Was gibt es bei der Verwendung von Ladungssicherungsnetzen zu beachten?

Wer sich mit dem Thema Ladungssicherung auseinandersetzt, wird sehr schnell erkennen, dass dieses Thema eigentlich jeden angeht, der mit einem Fahrzeug unterwegs ist. Dieses Thema beginnt schon zu greifen, wenn man nur seine Einkäufe im Gepäckraum seines Pkw verstaut und dann damit vom Kaufhaus nach Hause fährt.

Schließlich ist im § 22 StVO nicht nur die Rede von gewerblichen Transporten. Hier heißt es lediglich, dass jeder eine vorhandene Ladung entsprechend zu verstauen und zu sichern hat, damit diese nicht bei Vollbremsung oder plötzlichen Lenkbewegungen verrutscht oder umfällt, und auch vermeidbarer Lärm darf nicht entstehen.

Diese Vorschrift gilt für jeden Verkehrsteilnehmer und somit auch für den Privatmenschen, der nur seine Einkäufe nach Hause bringen möchte. Aber wie soll man in einem Pkw eine Ladungssicherung vornehmen, die nicht nur effektiv ist, sondern auch den gesetzlichen Bestimmungen entspricht?

Hier kommt in der Regel Ladungssicherungsnetze zum Einsatz. Solche Netze – im Pkw-Bereich auch schon mal Gepäckspinne genannt – sollen verhindern, dass sich die Ladung in den oben beschriebenen Situationen nicht verselbstständigt und so zu einer Gefährdung führen kann. Wer sich für den Einsatz von einem Ladungssicherungsnetz entscheidet, der sollte auf jeden Fall ein paar wesentliche Dinge beachten, damit das Netz auch wirklich die Funktion der Ladungssicherung ausüben kann. Zunächst einmal sollte man darauf achten, dass das Netz aus einem Material besteht, welches nicht nur robust, sondern auch flexibel sein sollte. Nur so kann gewährleistet werden, dass im Extremfall die Ladung nicht nur gegen Verrutschen gesichert, sondern auch selbst vor Beschädigungen geschützt ist. Je nachdem, in welchem Bereich man ein Ladungssicherungsnetz verwenden möchte, ist es auch von Bedeutung, ob es sich um ein eng- oder grobmaschiges Netz handelt. Schließlich macht es wenig Sinn, wenn man ein Netz mit großen Maschen benutzt, um eine Ladung aus Kleinteilen zu sichern.

Im gewerblichen Bereich kommen solche Netze zumeist bei Kleintransportern zum Einsatz. Es gibt aber auch Netze, die speziell für den Schwerlastbereich entwickelt wurden. Diese kommen immer dann zum Einsatz, wenn andere Hilfsmittel der Ladungssicherung – wie etwa Zurrgurte – ungeeignet sind. Dies ist sehr häufig bei Containern der Fall, die in der Regel mit Stückgut beladen worden sind. Hier gibt es meist keine Möglichkeit eine effektive Sicherung ohne den Einsatz von Ladungssicherungsnetzes durchzuführen, da hier meist kein formschlüssiges Laden möglich ist. Man kann ein Netz aber auch dazu nutzen, dass man den Laderaum abtrennt oder gar unterteilt. So hat man dann die Möglichkeit, Ladung aus einem Teil des Laderaums zu entnehmen, ohne dass man die Sicherung für den anderen Laderaum aufheben muss.