Der folgende Artikel behandelt die rechtlichen Bestimmungen sowie eine Beschreibung der Einsatzmöglichkeiten und Arten von Ladungssicherungsnetzen.
Nach §22 und §23 der Straßenverkehrsordnung gilt, dass sämtliche Ladungen, Geräte, Gepäck und Ladeeinrichtungen verkehrssicher zu verstauen sind. Bereits bei kurzen Transportwegen können durch das Einwirken physikalischer Kräfte auf die Ladung Situationen vorkommen, in denen eine Ladungssicherung nach entsprechenden Regeln erforderlich ist, um eine Personengefährdung auszuschließen. Reibungskraft, Fliehkraft und Gewichtskraft treten vor allem beim Bremsen und Anfahren, bei Kurven und Ausweichmanövern, sowie bei Glatteis auf. Eine mechanische Beanspruchung der Ladung durch Fall, Schub, Druck oder Stoß kann bei nicht-lückenloser Verstauung durch den Einsatz von Ladungssicherungsnetzen verhindert werden. Das Gut wird in diesem Fall durch Verzurren gesichert.
Diese Vorschriften richten sich nicht nur an den Fahrer oder Halter des Fahrzeugs, sondern an jeden, der das Fahrzeug unter eigener Verantwortung belädt.
Im Handelsgesetzbuch ist unter §412 vermerkt, wer bei Kaufleuten für die Verladung zuständig und wer verantwortlich ist. Der Verlader hat das Gut beförderungssicher zu laden, zu stauen und zu befestigen. Der Frachtführer hat für die betriebssichere Verladung zu sorgen. Er ist verantwortlich für ein geeignetes Fahrzeug, muss die vorgeschriebenen Achslasten, Gewichte und Abmessungen und die Lastverteilung beachten.
Was ist nun ein Ladungssicherungsnetz? Es handelt sich dabei um Hilfsmittel zur Sicherung des Transportguts. Sie kommen in verschiedenen Bereichen der Ladungssicherung zum Einsatz und werden in den unterschiedlichen Formaten, Formen, Farben und Materialien hergestellt. Dieses Hilfsmittel ist vor allem kostengünstig, einfach in der Anwendung und dient einer effektiven Sicherung der zu transportierenden Ware. Es zeugt von langer Haltbarkeit, ist widerstandsfähig, zeigt gute Festigkeit bei Reibungen und das Gewebe passt sich dem Transportgut gut an. Dadurch lässt sich eine optimale Sicherung des Guts erzielen.
Sie sind besonders geeignet zum Verladen von Schüttgut, Kisten, losem, zerbrechlichen Gute, Holz oder Pakete.
Die Netze werden über das komplette Ladegut als Abdeckung gespannt. Eine vordere oder seitliche Sicherung der Ware am Boden ist möglich.
Die Sicherung kann in Containern, auf der Ladefläche des LKW, Kraftfahrzeugen, Sonderbehältern oder Anhängern erfolgen. Je nach Einsatzbereich gibt es verschiedene Anfertigungsarten von Netzen, beispielsweise Container-, Abdeck- oder Anhängernetze.. Selbst bei Kurier-Express-Paketdiensten werden Ladungssicherungsnetze verwendet. Normale Zurrgurte würden hier unmöglich sein, da die Sicherungsnetze zum Niederzurren oder um den Laderaum abzutrennen geeigneter sind.
Die Netze gibt es in verschiedenen Materialien, PE = Polyester, PP= Polypropylen (Kunstfaser), Hanf oder wasserdichtes Material spielen dabei eine Rolle. Auch die Kordelstärke und Maschenweite der Seile sind wichtig. Die Kennzeichnung und Farbe sind grün, blau, rot oder schwarz. Um einen Diebstahl vorzubeugen, ist es möglich, den Namen des Eigentümers aufzudrucken. Die Kennzeichnung ‚GS‘ für Geprüfte Sicherheit ist wichtig, um zu erkennen, ob das Netz den starken Belastungen für die Sicherheit gegeben sind.

